Landhausdielen

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Eine helle Atmosphäre, in der Tradition und Moderne verbunden werden? Oder doch ein rustikaler Look mit Liebe zur Natur? Der Boden eines Zimmers entscheidet maßgeblich über den Gesamteindruck. Wer Detailverliebtheit zu schätzen weiß, liegt mit Landhausdielen genau richtig. Der Bodenbelag überzeugt durch hohe Stabilität und ist in vielfältigen Varianten erhältlich. Egal ob Eiche, weiß, geölt oder Buche, dunkel und gebürstet – mit Landhausdielen lässt sich jedem Raum ein individueller Touch verleihen. Der ideale Bodenbelag für ein gemütliches und stilvolles Zuhause.

Doch welche Holzsorten gibt es? Was ist eigentlich mit geölt und gebürstet gemeint? Wie pflegt man Landhausdielen richtig und ist es möglich eine Fußbodenheizung unter den Dielen zu installieren? Fragen über Fragen und alle Antworten gibt es hier.

Landhausdielen- Die richtige Wahl?

Wenn man vor der Entscheidung steht, einen neuen Bodenbelag für die eigenen vier Wände zu wählen, gibt es heutzutage zahlreiche Optionen. Ob Teppich, Steinboden, Fliesen oder Holzboden -jede Möglichkeit hat ihre eigenen Besonderheiten und Vor- und Nachteile. Seit Jahren modern und immer noch beliebt bei vielen Eigenheimbesitzern sind Landhausdielen.

Vorteile von Landhausdielen

Landhausdielen sind für alle die richtige Wahl, die einen natürlichen Stil mögen, der aber auch modern interpretiert werden kann. Holzböden können jedem Raum eine warme, natürliche Note verleihen und durch verschiedene Modelle und Behandlungsmethoden immer wieder anders wirken. Kein Holzboden gleicht dem anderen.
Gerade Fans des Barfußlaufens werden von Landhausdielen begeistert sein. Das Holz hat eine angenehme Haptik und ist im Gegensatz zu Alternativen aus Fliesen oder Stein gemütlich warm. Zudem ist der Holzboden pflegeleichter als zum Beispiel Teppichboden. Die glatte Oberfläche kann leicht gesaugt oder gewischt werden, was Landhausdielen besonders hygienisch und allergikerfreundlich macht. Schließlich können Holzböden zur Verbesserung des Raumklimas beitragen, da sie Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Ein Holzboden ist damit ein Traum für jede Wohnung, doch was unterscheidet Landhausdielen von Parkett und Laminat?

Landhausdiele oder Parkett?

Parkettboden wird aus mehreren Holzstücken zusammengesetzt und kann in vielen verschiedenen Sorten erworben werden. Wie bei Landhausdielen handelt es sich hierbei also um einen Bodenbelag aus Echtholz. Landhausdielen bestehen im Gegensatz zu Parkett aus größeren, einblättrigen Holzstücken und werden aus mehreren Schichten gefertigt. Ansonsten ähneln sich Parkett und Landhausdielen in ihren Vorteilen und Eigenschaften. Im Holzdirekt24-Shop erhalten Sie Parkettböden, die Landhausdielen in nichts nachstehen. Mit vielfältigen Designmöglichkeiten, ob aus Eiche oder mit zeitgemäßer Fugenoptik, können auch Parkettböden den Charme von Dielenböden ausstrahlen.

Landhausdiele oder Laminat?

Laminat findet sich in vielen Wohnungen wieder. Der günstige Bodenbelag wird jedoch im Gegensatz zu Landhausdielen nicht aus echtem Holz gefertigt, sondern besteht aus Holzspanplatten, auf denen eine Dekorschicht angebracht wird. Somit erzeugt es die Optik von echtem Parkett oder Landhausdielen. Laminat kann nach dem Verlegen nicht mehr nachbehandelt werden, ist jedoch pflegeleichter und günstiger als Landhausdielen aus Echtholz. Falls Sie sich den Landhausdielenlook für ihre Wohnung wünschen, sich jedoch gegen die Echtholzvariante entscheiden, bietet Holzdirekt24 Ihnen eine vielfältige Auswahl an Laminat in Dielendesign mit dem Sie das exklusive Design ganz leicht in Ihre eigenen vier Wände bringen können.

Die perfekte Landhausdiele finden

Wer sich für Landhausdielen entscheidet, steht vor einer breiten Anzahl an Individualisierungsmöglichkeiten. Angefangen beim grundsätzlichen Aufbau der Diele mit der Anzahl der Schichten, der Holzart der Nutzschicht und der Breite, bis hin zu verschiedenen Farbnuancen und besonderen Behandlungsmöglichkeiten. Der gestalterischen Kreativität sind mit Landhausdielen keine Grenzen gesetzt.

Verschiedene Sorten von Landhausdielen

Landhausdielen bestehen aus mindestens zwei oder mehreren Holzschichten. Die oberste Schicht hat hierbei eine Stärke von mindestens 2.5mm und bestimmt das optische Profil der Landhausdiele. Darunter befinden sich dann entweder ein oder zwei Schichten aus günstigerem Laubholz, welches über eine hohe Stabilität verfügt. Aus je mehr Schichten eine Diele besteht, desto robuster ist sie.

Zusätzlich lassen sich Landhausdielen noch in 1-Stab- und 2-Stab-Dielen unterscheiden. Darunter versteht man, wie viele Stücke Holz für die Diele verwendet wurden. Bei einer 1-Stab-Diele wurde die gesamte Nutzschicht aus nur einem Stück Holz angefertigt, was einen ebenmäßigen und einheitlich stimmigen Look verspricht. Jedoch ist diese Variante auch teurer als die 2-Stab-Dielen Alternative, bei der mehrere Holzstücke zusammengefügt wurden.

Landhausdielen mit Langdielen oder Breitdielen

Landhausdielen im Langdielenstil
Landhausdielen im Langdielenstil (Bildquelle: © terng99-Fotolia.com)

Neben der Schichtanzahl, kann eine Landhausdiele auch nach ihrem Zuschnitt unterschieden werden. Hierbei lässt sich zwischen Lang- und Breitdielen variieren. Wie der Name es vermuten lässt, sind Langdielen aus längeren Stücken Holz angefertigt, während Breitdielen kürzer aber dafür breiter sind. Die endgültige Wahl sollte hier aufgrund von optischen Präferenzen getroffen werden. Je breiter eine Diele ist, desto ebenmäßiger wirkt ihre Struktur. Holzmaserungen und besondere Eigenschaften kommen besser zur Geltung. Mit Langdielen können vor allem große Räume aufgewertet werden, da diese durch die Eleganz der Langdiele unterstrichen werden. Falls Sie auch für kleines Geld den Look von Landhausdielen in Ihrem Eigenheim realisieren wollen, bietet sich Laminat in täuschend echter Landhausoptik sowohl als Breit- als auch als Langdiele an.

Landhausdielen aus Eiche, weiß und geölt oder doch Buche, dunkel, gebürstet?

Hat man sich entschieden, ob man Lang- oder Breitdielen bevorzugt, fällt als nächstes die Wahl zwischen den verschiedenen Holzsorten für die oberste Schicht der Landhausdielen. Jedes Holz hat andere Eigenschaften und verspricht einen einzigartigen Look. Vom Klassiker aus Eiche bis hin zu Tropenholz, sind Landhausdielen in vielfältigen Variationen erhältlich.

Landhausdielen aus weißem Eichenholz
Landhausdielen aus weißem Eichenholz (Bildquelle: © marog-pixcells-Fotolia.com)

Landhausdielen aus Eiche

Der Klassiker sind Landhausdielen mit einer Nutzschicht aus Eiche. Der Eichenholzboden zeichnet sich durch eine markante Optik aus und kann durch Astlöcher eine hohe Naturverbundenheit ausdrücken. In dunklen Tönen wirken Landhausdielen aus Eiche modern und warm, in einer hellen Nuance lassen sie Räume freundlich und offen wirken. Eichenholz gilt zudem als sehr pflegeleicht, ist beständig gegen Verrottung und resistent gegen Sonnenlicht. Landhausdielen aus Eiche sind weniger anfällig gegen Ausdehnung und eignen sich aus diesem Grund gut für eine Kombination mit einer Fußbodenheizung.

Landhausdielen aus Buche

Landhausdielen aus Buchenholz zeichnen sich durch eine harte und stabile Oberfläche aus. Sie sind rötlich gefärbt und meist mit feinen Maserungen versehen. Räume mit Buchendielen wirken freundlich und hell, ein Klassiker unter den Bodenbelägen. Wer sich für eine Nutzschicht aus Buche entscheidet, sollte sich jedoch mit einem Profi in Verbindung setzten und die richtige Pflege seines Holzbodens abklären. Das Holz hat eine niedrige Witterungsbeständigkeit und sollte unbedingt behandelt werden, um seine Eigenschaften zu verbessern.

Landhausdielen aus Nussbaum

Wenn ein Raum durch einen kräftigen, dunklen Holzboden besticht, so wurde meist mit Landhausdielen aus Nussbaumholz gearbeitet. Das Holz zeichnet sich durch seine tiefbraune bis dunkelrote Farbe aus und verleiht jedem Zimmer eine urige, gemütliche Stimmung. Durch eine aufgelockerte Sortierung verschiedener Schattierungen, kann jedoch auch hier ein helleres Gesamtbild geschaffen werden. Nussbaumdielen sind sehr strapazierfähig und haben eine gute Formstabilität. Wie auch Dielen aus Eichenholz, eignet sich Nussbaumholz für Fußbodenheizungen. Jedoch ist das Holz nicht ganz so witterungsbeständig wie andere Sorten und bedarf mehr Pflege.

Landhausdielen aus anderen Holzsorten

Weitere beliebte Holzsorten sind zum Beispiel Fichte, Kiefer, Ahorn, Esche oder auch Tropenhölzer wie Teak. Jedes Holz hat seinen individuellen Stil und Eigenschaften, die je nach gewünschten Ergebnis und Nutzungsart ausgewählt werden können. Am besten eignet sich vor der Anschaffung eines Landhausdielenbodens eine ausführliche Recherche über die verschiedenen Designmöglichkeiten der Holzarten, um die ideale Diele für die eigenen vier Wände zu finden.

Landhausdielenoberflächen behandeln

Mit Öl behandelte Landhausdielen
Mit Öl behandelte Landhausdielen (Bildquelle: © Monkey Business-Fotolia.com)

Um möglichst lange Freude an seinen Landhausdielen zu haben oder um ihnen einen bestimmten Chic zu verleihen, kann die oberste Schicht, die Nutzschicht, besonders behandelt werden. Hierzu bieten sich verschiedenste Methoden an, die unterschiedliche Ergebnisse bringen. Am beliebtesten ist der Einsatz von Ölen.

Geölt: UV-Öl und oxidatives Öl für Landhausdielen

Wer die Nutzschicht von Landhausdielen mit Öl behandelt, erzielt ein zweifaches Ergebnis. Das Öl dringt in die Holzporen ein und härtet dort aus, was die Landhausdielen robuster und schmutzabweisend macht. Es gibt zwei verschiedene Arten der Behandlung mit Öl, die jeweils ein völlig anderes Finish bringen. Landhausdielen, die oxidativ geölt werden, werden mit einem Öl behandelt, das tief in das Holz eindringt und dort oxidiert. Dadurch wird die Oberfläche geschützt und die natürliche Textur des Holzes bleibt erhalten und bekommt ein mattes Finish. Die Behandlung kann auch nachträglich erfolgen. Bei UV-Öl wird das aufgetragene Öl intensiv mit UV-Licht bestrahlt. Hierdurch bildet sich ein dichter Schutzfilm mit glänzendem Finish. Die Landhausdielen werden so optimal vor Abnutzung geschützt.

Weitere Behandlungen von Landhausdielen (gebürstet oder strukturiert)

Wer seinen Landhausdielen einen individuellen Look geben möchte, kann den Holzboden auch bürsten lassen. Dabei wird das Holz in Faserrichtung gebürstet, wobei die weichen Teile des Holzes entfernt werden. Durch dieses Vorgehen werden Jahresringe und besondere Maserungen der Landhausdielen hervorgehoben. Auch lässt sich ein deutlicher Unterschied fühlen, wenn man barfuß über das Holz läuft. Viele öffentliche Etablissements nutzen diese Art der Behandlung, da so Schmutz und weitere Kratzer nicht mehr so schnell auffallen.
Bei gebürsteten Landhausdielen ist jedoch Vorsicht geboten: Durch das Abschleifen des Bodens geht der Effekt wieder verloren.

Landhausdielen abschleifen und ausgleichen
Landhausdielen abschleifen und ausgleichen (Bildquelle: © Kenny-Fotolia.com)

Unterschiedliche Designs für Landhausdielen

Landhausdielen sind nicht nur in ihrer Holzart oder durch verschiedene Behandlungsmethoden variierbar. Durch unterschiedliche Farbtöne oder die Wahl von Dielen mit Astlöchern, kann jeder Raum individuell gestaltet werden.

Landhausdielen in hell oder dunkel

Durch die natürlichen Eigenschaften des Holzes oder durch eine besondere Nachbehandlung, kann das Gesamtbild des Bodens hell oder dunkel ausfallen. Landhausdielen aus Eiche oder Buche sind meist in helleren Tönen erhältlich, während sich Nussbaumholz durch seine kräftige, dunkle Farbe auszeichnet. Besonders beliebt sind weiße Eichenböden, die einen blassgrauen Farbton annehmen und dem Raum so einen romantischen Stil verleihen. Doch neben einer reinen Geschmacksentscheidung, haben die unterschiedlichen Farbnuancen auch praktische Folgen. Dunkles Holz wirkt edler und besticht durch zeitgemäßen Chic, ist jedoch auch deutlich anfälliger für Verbleichen. Zudem werden Kratzer schneller erkennbar. Wer Tiere hat, sollte sich also für ein helleres Holz entscheiden. In hellen Holztönen kommen Highlights wie Astlöcher besser zum Vorschein, jedoch werden auch Schmutz oder Haare schneller sichtbar.

Landhausdielen aus dunklem Holz
Landhausdielen aus dunklem Holz (Bildquelle: © virtua73-Fotolia.com)

 

Einheitliche oder gemusterte Landhausdielen

Wer sich nicht so recht für einen einheitlich hellen oder dunklen Stil für seinen Holzboden entscheiden kann, kann verschiedene Farbnuancen auch vermischen. Gerade Nussbaumholz ist in vielen verschiedenen Farbtönen erhältlich. Durch das abwechselnde Verlegen von helleren und dunkleren Tönen wird das Gesamtbild aufgelockert und es entsteht ein spannender, abwechslungsreicher Eindruck.

Landhausendielen glatt oder mit Astlöchern

Viele schätzen Eichenholz gerade für seine auffälligen Maserungen und Astlöcher – eine Eigenschaft, die sich toll auch auf Landhausdielen übertragen lässt. Gerade durch solche kleinen Highlights zeigt der Boden genau, aus welchem Material er gemacht ist: Aus Holz. Astlöcher, Jahresringe und Maserungen können gezielt als Höhepunkte eingesetzt werden oder sich über die gesamte Wohnfläche ziehen. Durch die Bürstenbehandlung kann der Effekt noch zusätzlich verstärkt werden. Wer lieber einen ruhigeren, ebenmäßigeren Gesamteindruck möchte, kann den Boden jedoch auch abschleifen lassen. So werden Maserungen ausgeebnet.

Landhausdielen richtig verlegen

Wenn man sich einmal für die ideale Landhausdiele für die Wohnung entschieden hat, geht es ans Verlegen. Erfahrene Heimwerker können dies selber übernehmen, in den meisten Fällen empfiehlt es sich jedoch, professionelle Hilfe dazu zu holen.

Der ideale Untergrund für Landhausdielen

Damit man möglichst lange Freude an seinem Holzboden hat und Verformungen vermieden werden, muss der Untergrund schon vor dem Verlegen optimal vorbereitet werden. Wichtig ist vor allem ein ebener, dauerhaft trockener Boden. Schon kleine Unebenheiten von mehr als 2mm sollten ausgeglichen werden. Häufig bietet es sich zudem an, einen Trittschallschutz auszulegen, da viele Holzsorten diesen nicht von alleine bieten. Ist die Planheit des Untergrundes gewährleistet, sollte er sorgfältig geputzt werden. Zudem sollte sichergegangen werden, dass keine Restfeuchtigkeit vorhanden ist. Anschließend können die Landhausdielen verlegt werden.

Landhausdielen schwimmend oder verleimt verlegen

Landhausdielen schwimmend verlegen
Landhausdielen schwimmend verlegen (Bildquelle: © Robert Kneschke.com)

Wenn der Untergrund sich für das Verlegen von Landhausdielen eignet, kommt es nur noch auf die richtige Montur an. Grundsätzlich wird hier zwischen dem schwimmenden und verleimten Verlegen unterschieden. Die schwimmende Verlegung von Landhausdielen kann auch ohne die Hilfe eines Profis durchgeführt werden. Hierbei werden die Dielen nicht mit dem Boden verleimt, sondern nur aufgelegt und miteinander verbunden. Dies geschieht entweder über eine einfache Klickverbindung an jeweils einer Stelle der Dielen oder durch eine etwas stabilere Nut- und Feder-Verbindung. Durch diesen Mechanismus lassen sich die Dielen an mehreren Stellen miteinander einrasten, wodurch ihr Zusammenhalt verstärkt wird. Dennoch ist diese Option deutlich weniger langlebig als verleimte Landhausdielen. Hierbei werden die Dielen vollständig mit dem Boden und miteinander verklebt. Nur so kann ein optimaler Zusammenhalt garantiert werden.
Jede der beiden Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. So geht das schwimmende Verlegen von Landhausdielen schneller und ist sogar in Eigenarbeit möglich, was zusätzliche Kosten spart. Auch können so montierte Dielen schneller wieder abgebaut werden. Jedoch sind die Landhausdielen dadurch kurzlebiger und es können sich schnell kleine Spalten bilden. Zudemist eine Trittschalldämmung nicht gegeben. Verleimt man seine Landhausdielen hingegen mit dem Boden, kann man davon ausgehen, dass sie lange Zeit so liegen bleiben wie sie es sollen. Doch das Verleimen sollte ein Profi übernehmen und das Verlegen der Landhausdielen wird somit kosten- und zeitintensiver. Auch können die Dielen nicht einfach wieder abgebaut werden, wie beim schwimmenden Verlegen. Es gibt also pauschal nicht die richtige Montagemethode und weitere Faktoren müssen zusätzlich bedacht werden. So können Landhausdielen nur schwimmend auf Fußbodenheizungen angebracht werden und Mieter müssen eine eventuellen Abmontierung im Blick behalten.

Die richtige Pflege für Landhausdielen

Landhausdielen sind ein echter Hingucker. Der stabile Bodenbelag verleiht jedem Raum einen individuellen Stil. Doch um möglichst lange etwas von dem Holzboden zu haben, muss er seinen Ansprüchen nach gepflegt und gereinigt werden. Wie auch Laminat- und Parkettböden sind Landhausdielen anspruchsvoll und gerade wenn es um die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit geht, sollte einiges beachtet werden.

Besonderheiten bei Landhausdielen – Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Landhausdielen sind robust. Sie sind stabiler als Parkett und außerordentlich trittfest. Doch damit sie sich nicht verziehen und ihre Form verlieren, ist es wichtig sie der richtigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit auszusetzen. Grundsätzlich gilt eine Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius als ideal. Die Oberflächentemperatur sollte 26 Grad jedoch nicht übersteigen. Wer neue Landhausdielen verlegt, sollte die Dielen erst einmal zwei Tage in der geschlossenen Verpackung auf Raumtemperatur kommen lassen und beim Montieren darauf achten, dass der Raum auf mindestens 18 Grad vorgewärmt wurde. Direkte Sonneneinstrahlung oder Hitzebildung, zum Beispiel durch Kamine und dicke Teppiche, sollte vermieden werden. Gerade im Winter wenn geheizt wird, ist es zudem wichtig, dass die richtige Luftfeuchtigkeit herrscht. Um eine Verformung der Holzoberfläche oder Fugenbildung zu vermeiden, sollte im Raum stetig eine relative Luftfeuchtigkeit von 55-65% herrschen. Eventuell muss hier mit einem Luftbefeuchter nachgeholfen werden.

Landhausdielen richtig reinigen

Gerade auf Landhausdielen aus dunklem Holz wie Nussbaum kann Schmutz schnell negativ auffallen. Zwar sind die meisten Landhausdielenböden durch ihre Behandlung mit Öl schmutzabweisend, doch es kann immer mal wieder zu einem kleinen Unfall kommen. Grundsätzlich lassen sich loser Schmutz oder zum Beispiel Tierhaare einfach mit einem Besen oder dem Staubsauger entfernen. Wichtig ist es, gerade körnigen Schmutz schnell und gründlich aufzunehmen, da sich sonst Kratzer bilden können. Ansonsten empfiehlt es sich, die Landhausdielen etwa alle zwei Wochen nebelfeucht zu wischen. Hierfür dürfen keine harten Reinigungszusätze oder fettlösenden Mittel genutzt werden, da diese die geölte Oberfläche schnell angreifen. Besser zu speziellen rückfettenden Reinigern greifen. Zwei Wochen nach dem Verlegen darf der neue Boden das erste Mal feucht gereinigt werden und auch mit speziellen Pflegeölen behandelt werden. Diese einfach mit einem Tuch dünn auf die Landhausdielen auftragen um ihren Glanz zu erhalten. Grundsätzlich sollten Holzböden nie mit zu viel Wasser gewischt werden. Stehende Pfützen sollten auf jeden Fall vermieden werden, um ein Einziehen in das Holz zu verhindern.

Möbel auf Landhausdielen

Landhausdielen auch im Badezimmer
Landhausdielen auch im Badezimmer (Bildquelle: © pantowto-Fotolia.com)

In den ersten zwei Wochen nach dem Verlegen muss die Oberflächenschicht der Landhausdielen besonders geschützt werden, damit sich die Haltbarkeit des Bodens verbessert. In dieser Zeit ist es entscheidend, zu vermeiden, dass die noch nicht ganz durchgehärtete Oberfläche zerkratzt wird. Pfennigabsätze sind hier verboten, genau wie das Hin- und Herschieben von Möbeln. Doch auch nach der vollständigen Durchhärtung der schützenden Ölschicht, sollte man mit Möbeln auf Landhausdielen vorsichtig umgehen. Am besten empfiehlt es sich, leicht verschiebbare Möbel wie Stühle und Tische mit Filzgleitern auszustatten. So kratzen die Tischbeine nicht über das Holz und können keine unschönen Spuren hinterlassen.

Landhausdielen unter besonderen Umständen

Da Landhausdielen besondere Ansprüche in Sachen Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben, muss man einiges beachten, wenn man den schicken Bodenbelag im Badezimmer oder in Verbindung mit einer Fußbodenheizung nutzen will. Auch hier können Landhausdielen zum Einsatz kommen – wenn man sich an einige Regeln hält.

Landhausdielen im Badezimmer

Ein Holzboden im Badezimmer? Undenkbar, oder? Nicht ganz, denn mit der richtigen Planung lässt sich auch dieser Raum durch Landhausdielen aufwerten. Erst einmal ist es wichtig, sich für das richtige Holz für die Deckschicht zu entscheiden. Buche oder Nadelhölzer sind weniger geeignet als Tropenhölzer oder die widerstandsfähige Eiche, die weniger zum Quellen tendiert. Wurde die Oberfläche noch mit Öl behandelt, hilft eine Schutzschicht zusätzlich, dass kein Wasser einziehen kann. Als nächster Schritt sollte sich über den Aufbau des Bades Gedanken gemacht werden, so dass möglichst wenig Wasser auf die Dielen kommt. Falls sich doch einmal eine größere Wasserpfütze bildet, so sollte diese schnell beseitigt werden und es dürften keine weiteren Probleme entstehen. Entscheidet man sich für Landhausdielen im Badezimmer, sollten diese auf jeden Fall von einem professionellen Handwerker verklebt werden. Nur so werden Fugen professionell abgedichtet und einem Aufquellen vorgebeugt. Durch regelmäßiges Lüften wird hier die Luftfeuchtigkeit reguliert und nichts steht einem Bad mit Landhausdielen mehr im Weg.

Fußbodenheizungen unter Landhausdielen

Landhausdielen haben ein angenehmes Profil, das gerade Barfußlaufen auf ihnen zu einer wahren Freude macht. Natürlich möchte man dies auch im Winter ausnutzen ohne sich dabei die Zehen abzufrieren. Eine Lösung, die sich in vielen Haushalten findet, ist eine Fußbodenheizung. Doch kann man eine solche auch mit den temperatursensiblen Landhausdielen nutzen? Grundsätzlich spricht nichts gegen die Kombination Landhausdiele und Fußbodenheizung, jedoch sollte man bei der Installation einige Punkte beachten. So sollte die Fußbodenheizung vor und während des Verlegens der Landhausdielen ausgeschaltet sein und nach dem Verlegen frühestens erst nach zwei Tagen wieder eingeschaltet werden. Anschließend sollte die Heizung langsam aufgeheizt werden, wobei die Temperatur um maximal fünf Grad pro Tag erhöht werden sollte. Am Ende der Heizperiode sollte die Heizung ebenfalls schrittweise wieder abgesenkt werden.
Um die Dielen nicht zu überhitzen, sollte gerade bei Möbeln und Teppichen achtgegeben werden, dass es zu keinem Wärmestau kommen kann.
Landhausdielen sind also vielseitig einsetzbar. Doch wie ist der Bodenbelag preislich einzuordnen?

Preisübersicht zu Landhausdielen

Landhausdielen sind in vielen verschiedenen Variationen erhältlich. Interessierte Kunden können zwischen verschiedenen Schichtanzahlen, Stabanzahlen, Deckholzarten oder Behandlungsarten wählen. Grundsätzlich zeichnen sich alle Landhausdielen jedoch durch eine hohe Qualität aus, was sich auch im Preis niederschlagen kann. So zählt eine dreischichtige 1-Stab-Diele mit 40-60€ pro m2 zu den teuersten Varianten. Durch Abstriche beim Deckholz, weniger Schichten oder der Entscheidung hin zur 2-Stab-Variante, können aber auch günstigere Möglichkeiten gefunden werden. Eine günstigere Lösung sind auch Parkett- oder Laminatböden in Landhausdielenoptik.

Fazit

Landhausdielen sind der zeitlose Klassiker unter den Bodenbelägen. Durch ihre warme, glatte Oberfläche eignen sie sich ideal für Barfußläufer oder für Kinderzimmer. Sie sind schmutzabweisend und leicht zu reinigen. Durch viele verschiedene Designoptionen gleicht kein Boden dem anderen und Landhausdielen verleihen somit jedem Raum einen individuellen Look. Ob rustikal, modern oder naturverbunden, je nach Holzart und Farbnuance lässt sich in einem Zimmer eine bestimmte Geschichte erzählen. Die ideale Wahl für Individualisten.

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