Parkett oder Laminat?

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Parkett oder Laminat?

Ein Holzboden kann jedem Zimmer eine persönliche Note verleihen. Durch viele verschiedene Holzarten, Farben und Musterungen gibt es scheinbar unendliche Möglichkeiten, die Persönlichkeit in den eignen vier Wänden auszudrücken. Doch es muss nicht immer Echtholzparkett sein, um den gewünschten Stil zu erreichen. Laminatböden erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da sie mittlerweile täuschend echte Ergebnisse erzielen. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen Parkett und Laminat? Für welchen der beiden Bodenbeläge sollte man sich entscheiden?

Was ist Parkett?

Parkett in dunklen Tönen
Parkett in dunklen Tönen (Bildquelle: © alexandre zveiger-Fotolia.com)

Ursprünglich wurden Parkettdielen aus massiven Holzstücken gefertigt, mittlerweile bestehen sie jedoch häufig aus mehreren Schichten echtem Holz. Dabei ist es völlig egal, welche Holzsorte für das Parkett genutzt wird. Beliebt sind beispielsweise Eiche, Buche oder Nussbaum. Jede Holzsorte hat eine andere Oberfläche und unterscheidet sich in Farbe und Maserung. Hierdurch kann ein Raum ganz individuell gestaltet werden.
Echtholz gilt als sehr stabil und beständig. Es kann unterschiedlich behandelt werden und lässt sich so gut vor Schmutz und Abnutzung schützen. So kann Parkett geölt, gebürstet oder mit verschiedenen Lacken gepflegt werden. Die Holzoberfläche lässt sich versiegeln, so dass sie pflegeleicht wird und dadurch eine lange Lebenszeit erhält. Entstehen Schrammen oder kleine Dellen, können diese leicht ausgebessert werden..
Doch auch ohne einen Echtholzboden ist der urige Stil für das Eigenheim umsetzbar.

Was ist Laminat?

Seit einiger Zeit sind auch mit einem Laminatboden täuschend echte Ergebnisse zu erzielen.
Laminat ist ein Bodenbelag, bei dem Dekorpapier auf HDF-Platten (hochverdichtete Faserplatten) aufgebracht und mit Melaminharz versiegelt wird. Häufig werden auch Fasern eingearbeitet, die die Dielen haptischer und realistischer wirken lassen. So lassen sich die verschiedensten Echtholzbodenbeläge nachahmen. Durch Laminat lässt sich der Stil von Fliesen oder Steinböden darstellen, am beliebtesten sind jedoch künstliche Holzböden.

Eine weitere Form der Laminatherstellung ist die patentierte Elesgo-Technologie. Bei diesem Verfahren wird die schonende Technik der Elektronenstrahlhärtung angewendet. Bei der umweltfreundlichen Produktion werden keine evtl. belastenden Stoffe zugeführt oder freigesetzt. Die Ergebnisse sind wohnökologisch, sowie optisch und haptisch besonders hochwertige Produkte.
Auch hier können verschiedene Holzsorten ausgewählt werden, die sich immer durch unterschiedliche Farben und Musterungen auszeichnen. Wichtig ist es, auf die richtige Stärke des Laminats zu achten.

Wo liegt also der Unterschied zwischen Parkett und Laminat

Wer den Unterschied zwischen den beiden Bodenbelägen erkennen möchte, wird auf den ersten Blick wahrscheinlich keinen finden.
Laminat sieht durch verschiedene Designs, wie Einfarbigen-Optik oder Dielen-Optik Parkett zum Verwechseln ähnlich. Durch die eingearbeiteten Fasern kann es sogar die gleiche Haptik wie echtes Holz erhalten. Die Unterschiede zeigen sich erst im Verhalten des Bodens, dieses kann Vor- und Nachteile haben.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Parkett und Laminat?

Laminat in Hochglanzoptik
Laminat in Hochglanzoptik (Bildquelle: © 3darcastudio-Fotolia.com)

Wie sollte man sich entscheiden, wenn man einen Bodenbelag für die eigenen vier Wände auswählt?
Parkett ist ein Echtholzboden. Gefertigt aus zusammengesetzten Holzstücken bringt er alle Eigenschaften des jeweiligen Holzes mit sich. So ist der Boden äußerst stabil, dabei aber wärmer als zum Beispiel Steinboden. Er verspricht ein sehr angenehmes Gefühl für Barfußläufer, auch ohne Fußbodenheizung. Kommt einmal ein Kratzer oder eine Delle in das Parkett, kann es abgeschliffen und ausgebessert werden.

Laminat hingegen ist durch seine härtere Oberschicht unempfindlicher gegenüber Stöße und äußere Einwirkungen und zudem UV-Beständiger. Er „dunkelt“ gegenüber Parkett wesentlich langsamer nach.
Wenn einmal ein Kratzer in die Oberfläche kommt, so kann er nur schwer mit speziellen Reparatur-Sets ausgebessert werden. Bei Laminat von minderer Qualität kann es außerdem zu einer elektrischen Aufladung kommen, wodurch man von seinem Boden „eine gewischt“ bekommen kann. Doch in der Optik und vor allem im Preis, steht Laminat Parkett in Nichts nach. Durch neue Anfertigungsmethoden ist Laminat in vielen verschiedenen Optiken erhältlich und kann zum Beispiel  als Hochglanzlaminat (dank Elesgo-Technologie) besonders edel wirken. Der Boden ist ebenfalls sehr strapazierfähig und verfügt über eine hohe Abriebfestigkeit. Das Verlegen von Laminat als auch Parkett gelingt durch praktische Nut-und-Feder- oder Klickverbindungen auch Laien. Der größte Vorteil, der die meisten überzeugen dürfte ist, dass Laminat auch in höherer Qualität immer noch einen teils deutlich geringeren Preis pro Quadratmeter hat als Parkett. So lässt sich der Holz-Stil auch für kleines Geld täuschend echt im Eigenheim realisieren.

Wie verlege ich Parkett und Laminat?

Hat man sich für einen der beiden Bodenbeläge entschieden, geht es an das Verlegen. Parkett kann schwimmend (die einzelnen Elemente werden nur seitlich miteinander verbunden und nicht mit dem Untergrund verklebt) oder verleimt verlegt werden, während Laminat meist schwimmend mit Hilfe von einfachen Klickverbindungen eingesetzt wird.
Der Vorteil des verleimten Verlegens ist eine höhere Stabilität, es entstehen weniger Fugen und Feuchtigkeit kann nicht so schnell einziehen. Klickverbindungen, wie sie häufig bei Laminat eingesetzt werden, können auch ohne die Hilfe eines Profis durchgeführt werden und sind somit kosten- und zeitsparend.
Egal welche Art des Verlegens gewählt wird, man sollte unbedingt auf einen ebenen, sauberen Untergrund achten und mit großer Sorgfalt vorgehen, sonst können sowohl bei Laminat- als auch Parkettboden unschöne Lücken entstehen, welche umständlich ausgebessert werden müssen.

Laminat und Parkett auf Fußbodenheizung

Wer eine Fußbodenheizung besitzt, muss sich nicht automatisch für Parkett entscheiden. Auch Laminat hat eine ausreichende Wärmeleitfähigkeit, um auf einer Fußbodenheizung verlegt zu werden. Grundlegend ist es wichtig, dass die Heizung nach dem Verlegen des Bodenbelags erst langsam hochgefahren wird, mit nicht mehr als fünf Grad pro Tag. So kommt man sowohl mit Parkett als auch mit Laminat zum Genuss warmer Füße.

Der Preisunterschied zwischen Parkett und Laminat

Laminat im Parkettstil
Laminat im Parkettstil (Bildquelle: © marog-pixcells-Fotolia.com)

Für viele Interessierte steht vor allem der Preisunterschied zwischen Laminat und Parkett im Vordergrund. Laminat hat geringere Produktkosten und ist somit günstiger als Parkett. Der künstliche Bodenbelag ist bereits für unter wenige Euro pro Quadratmeter zu erwerben, wobei man darauf achten sollte, sich für eine Variante mit höherer Qualität zu entscheiden. So hat man länger Freude an seinem Boden. Empfehlenswerte Laminatböden sind bereits für 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter zu bekommen. Bei der Auswahl sollte man auch auf die Stärke und zum Beispiel die Art der Kanten achten.
Parkett wird aus echtem Holz gefertigt und fällt somit auch preislich stärker ins Gewicht. Der Preis variiert von Holzsorte zu Holzsorte, beginnt aber meist bei 20 Euro pro Quadratmeter und kann sogar 80 Euro pro Quadratmeter weit überschreiten. Durchschnittlich sollte man mit circa 50 Euro pro Quadratmeter rechnen.
Egal ob bei Laminat oder Parkett sollten Kaufinteressierte die zusätzlichen Kosten durch zum Beispiel Trittschalldämmungen oder Abschlussleisten mit einrechnen sowie einen Verschnitt beim Verlegen von circa zehn Prozent einplanen.
In unserem Onlineshop finden Sie sowohl Parkett als auch Laminat zu erschwinglichen Preisen.

Fazit

Parkett als auch Laminat eignen sich also für Fußbodenheizungen. Beide Bodenbeläge lassen sich als Fertigparkett und Fertiglaminat auch ohne die Hilfe eines Profis verlegen und beide Böden bringen den urigen und trotzdem modernen Stil in die eigenen vier Wände. Für welchen der beiden Böden sollte man sich also entscheiden?
Parkettboden bringt alle Vorteile eines Echtholzbodens mit sich. Er wird durch Versieglungsmöglichkeiten pflegeleicht und kann leicht ausgebessert werden, zudem fördert er ein angenehmes Raumklima und hat eine unvergleichbare Haptik für Barfußläufer.
Laminat gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten, die die Parkettoptik täuschend echt nachahmen. Laminat ist günstig zu bekommen und zeichnet sich trotzdem durch eine hohe Stabilität und ein leichtes Verlegen aus.
Wofür man sich am Ende entscheidet, ist wohl reine Geschmackssache. Viele möchten nur einen Holzboden aus Echtholz für ihre Wohnung haben, anderen genügt die Holzoptik. Denn Laminat hat deutlich an Qualität gewonnen und steht einem Echtholzboden mittlerweile in nichts mehr nach.

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